Andacht „to go“ für Sonntag, Kantate am 10. Mai 2020

Auch über diese Andacht sind wir, die Gemeinde Jesu Christi, miteinander verbunden.

Im Namen Gottes.
Gott gibt uns unser Leben, befreit uns zu neuen Wegen.
Und ist bei uns in der Liebe, Freude und Kraft,
die in Gottes Geist ihren Ursprung hat. AMEN

Singet dem Herrn, alle Welt (Psalm 98)
Singet dem Herrn ein neues Lied;
singet dem Herrn, alle Welt!

Singet dem Herrn und lobet seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!

Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit,
unter allen Völkern von seinen Wundern!

Betet an den Herrn in heiligem Schmuck;
es fürchte ihn alle Welt!

Sagt unter den Heiden: Der Herr ist König.
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt.
Er richtet die Völker recht.

Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich,
das Meer brause und was darinnen ist;

das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist;
es sollen jauchzen alle Bäume im Walde

vor dem Herrn; denn er kommt,
denn er kommt, zu richten das Erdreich.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
und die Völker mit seiner Wahrheit.
Ps 96,1-3.9-13

Gebet
Schöpfer des Himmels und der Erde,
dich preisen alle deine Werke.
Wir bitten dich:
Lass uns nicht stumm bleiben unter deinen Geschöpfen,
mache unser Leben zu einem Lobgesang
auf deine wunderbare Macht und Güte.
Erhöre uns um Jesu Christi willen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in Ewigkeit. AMEN

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. An(ge)dacht
Liebe lesende Gemeinde,

Gottes grenzenlose Liebe und sein Frieden sei mit Euch!

Zuletzt gehörte es zu meinen pfarramtlichen Aufgaben den Gottesdienst in einem Altenheim in Rotenburg/Fulda zu halten. Dort war es ein schöner Brauch, dass der Organist, wenn der Gottesdienst zu Ende war, mit den Senior*innen ein paar Lieder sang. Wer wollte, konnte sich sein Lieblingslied wünschen.

Erstaunlich, wie die Heimbewohner*innen beim Singen aufblühten. Selbst sehr in sich gekehrte Personen zeigten plötzlich ein Lächeln auf den Lippen. Und so gingen wir immer sehr fröhlich und beschwingt auseinander und freuten uns schon auf den nächsten Gottesdienst mit viel Singen.

Ja, Singen tut gut. Singen geht viel tiefer als Worte es je können.

Vollmundig wird in dem Psalm für diese Woche vom Singen gesprochen. Ermuntert werden wir dazu. „Singet dem Herrn ein neues Lied“.

Wie gerne würden wir alle wieder gemeinsam im Gottesdienst oder in den Chorstunden singen. Mir fehlt das in Zeiten von Corona sehr. Das Singen tut mir immer gut und wieviel Lieder haben mein Herz nicht schon tief berührt und es wieder erwärmt, wenn es traurig war.

Alleine zu singen tut auch gut, aber besonders schön ist das Singen in der Gemeinschaft. Wie heißt es so schön: „Wo man singt, da lass dich nieder. Böse Leute haben keine Lieder.“ Gemeinsames Singen verbindet, es schafft Gemeinschaft und tut einfach gut.

Wir können hoffen, dass die Lockerungen der Corona Regeln, die jetzt kommen, uns wieder nach und nach ins normale Leben führen und es keine Rückschläge gibt.

Wenn wir wieder im Gottesdienst singen dürfen, werde ich das bestimmt noch einmal ganz anders wahrnehmen und schätzen.

In unserem Wochenpsalm heißt es: „Singet dem Herrn ein neues Lied“.

Der Dichter dieses Psalms schreibt diese Worte nach der Babylonischen Gefangenschaft. Die Zeit der Deportation und Unterdrückung der Israeliten waren vorbei und nun sollten Gott wieder ganz andere Lieder gesungen werden. Lieder von neuer Zuversicht und Dankbarkeit.

Auch, wenn wir noch etwas vorsichtig sein müssen, sind wir jetzt in einer Zeit, wo das normale Leben wieder langsam anfängt, wie es damals bei den Israeliten auch langsam wieder losging mit einem normalen Leben. So gilt die Ermunterung zum Singen und Loben auch uns.

Eine gute Gelegenheit also jetzt sich in Dankbarkeit an Gott zu wenden und nicht nur Klagelieder zu singen. Gemeinsam dürfen wir noch nicht singen, aber wir können durchaus mit einiger Dankbarkeit auf die zurückliegende Zeit schauen. Bis jetzt ist es uns hier im Vogelsbergkreis vergleichsweise sehr gut gegangen. Möge es weiter so bleiben!

Auch wenn wir jetzt noch nicht gemeinsam wieder singen können. Aber vielleicht machen Sie sich an diesem Sonntag Kantate mal Musik an, hören oder spielen Ihr Lieblingslied, oder singen in Ihrer Hausgemeinschaft einmal zusammen. „Geh aus mein Herz“ ist ein wundervolles Lied, was man gut singen kann. Singen tut gut und Singen vertreibt oftmals auch dunkle Gedanken.

Bleiben Sie gesund und vor allem behütet! AMEN

Der Friede Gottes, der höher ist als alle menschliche Vernunft, begleite unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. – AMEN-
 

Fürbitten
Wenn unser ganzes Leben ein Singen wäre,
Gott, das wäre schön!
Viele könnten einstimmen,
bis die Melodie in ihren Herzen Platz gefunden hat.
Freude würde unsere Verdrießlichkeit verjagen,
würde uns dazu bringen, deine Wunder zu sehen:
in der Blüte, die sich öffnet,
in dem Kind, das zum Leben erwacht,
in Menschen, die einander zugetan sind,
in jedem, der nach Hause findet.
Lass unsere Ohren die leise Stimme vernehmen,
mit der du uns leitest.       (Bundesmann-Lotz)

Vater unser im Himmel…. AMEN

Segen
Segne du uns, Gott,
damit wir Menschen sein und werden können,
segne uns, damit wir uns von dir herausfordern lassen,
segne uns, damit wir uns in deinem Schutz stellen können,
segne du uns, damit wir sehnsüchtig bleiben und die Liebe leben.

Und so segne und behüte dich Gott.
Er blicke dich freundlich an und sei dir gnädig.
Gott sei dir nah und schenke dir und der ganzen Schöpfung seinen Frieden. AMEN

Es grüßt Sie ganz herzlich Ihre Pfarrerin Kerstin Gütgemann.
Bleiben Sie gesund!

Allen Müttern wünsche ich einen schönen Muttertag. Die YouTube-Andacht auf der Homepage widmet sich an diesem Sonntag dem Thema: Muttertag

 


 

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